Egal, mit welcher Diagnose sich Palliativpatienten konfrontiert sehen – sie haben eines gemein: Eine unheilbare Krankheit, die teils langsamer, teils schneller fortschreiten wird. Die Zeit nach einer solchen Diagnose ist nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für ihre Angehörigen eine Herausforderung. Egal, ob die Diagnose Krebs, ALS, Demenz oder Parkinson lautet: zum Ende der Lebenszeit wünschen sich Betroffene eine umfassende Pflege auf Augenhöhe.
Aus diesem Grund geht es bei der Palliativversorgung von Patienten durch den Hauspflegeserivce.ch nicht nur darum, Schmerzen zu lindern und Wunden zu versorgen. Vor allem steht die Steigerung der verbleibenden Lebensqualität und die Linderung von Beschwerden im Mittelpunkt. Ein wichtiger Stichpunkt lautet hierbei „Ganzheitlichkeit“ – denn bei der palliativen Pflege steht nicht nur die Krankheit, sondern vor allem der Patient als Mensch und sein allumfassendes Wohlergehen im Zentrum Ihrer Tätigkeit.
Vier Phasen nach Jonen-Thielemann: Wie sieht Palliativpflege aus?
Ob im Hospiz, auf der Palliativstation im Krankenhaus oder in der Pflege zu Hause durch den Hauspflegeservice.ch: Die letzten Jahre, Monate oder Wochen eines Palliativpatienten lassen sich häufig in vier Phasen unterteilen. Diese Einteilung hilft, die Gefühlswelt von Patienten und Angehörigen besser nachvollziehen zu können. Zudem machen sie deutlich, welche Anforderungen es an die Betreuung und Pflege der Sterbenden gibt.
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1. Palliativ-Therapie-Phase |
Eine Krankheit wird in dieser Phase als unheilbar erkannt und akzeptiert. Neben einer symptomorientierten Therapie wird auch weiterhin die Grunderkrankung behandelt (z. B. durch eine palliative Chemo-, Strahlen- oder Immuntherapie). Ziel ist hierbei nicht mehr die Heilung des Patienten, sondern die Lebensverlängerung und eine gute Kontrolle aller belastenden Symptome. |
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2. Palliativ-Care-Phase |
Durch das Fortschreiten der Grunderkrankung stehen die damit verbundenen Symptome im Vordergrund. Es wird in der Regel von einer weiteren Behandlung der Grunderkrankung abgesehen. Behandelt werden alle beeinträchtigenden Symptome. In dieser Phase ist nicht mehr die Lebensverlängerung das Ziel der Behandlung, sondern eine Verbesserung der Lebensqualität. |
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3. Terminalphase |
In dieser Phase ist die Krankheit schon sehr weit fortgeschritten. Mit dem Versterben des Patienten muss innerhalb der nächsten Tage gerechnet werden. Im Vordergrund steht zu diesem Zeitpunkt nur noch die Behandlung der Symptome des Patienten. Dies sind insbesondere Atemnot, Verweigerung der Nahrungsaufnahme, Schwäche, Unruhe und Angst. Um den Patienten nicht weiter zu belasten, werden zu diesem Zeitpunkt auch alle bisher durchgeführten prophylaktischen Maßnahmen eingestellt. |
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4. Sterbephase |
Der Tod des Patienten ist in dieser Phase innerhalb der nächsten Stunden zu erwarten. Gefordert ist hier die maximale Therapie der Symptome (z. B. Angst, Unruhe, Atemnot etc.). Mitunter kann auch eine palliative Sedierung für den Patienten erforderlich sein, wenn er unter zu großen Angstzuständen leidet. |
Dem Einzelnen gerecht werden: Die Besonderheit von Palliativpflege und Palliativmedizin
Wichtig ist es in der Palliativpflege, immer im Hinterkopf zu behalten, dass die Palliativversorgung so individuell ist, wie kaum ein anderer Aspekt der Pflege – und dass sie auch den Anspruch hat, dem Einzelnen gerecht zu werden. Es ist hierbei Aufgabe der Pflegenden, die ganzheitliche Pflege durchzuführen. Diese kann sich dabei elementar von „klassischen“ pflegerischen Aufgaben unterscheiden. Unter anderem können Palliativpatienten folgende Wünsche haben:
- Sie legen vor allem Wert auf eine hervorragende medizinische Versorgung.
- Sie wollen durch Massagen oder sportliche Aktivitäten ihr Wohlbefinden steigern.
- Sie wollen keine Medikamente mehr einnehmen und ihr Leben dadurch zusätzlich verlängern.
- Sie wollen keine Schmerzen haben und nehmen dafür auch sämtliche Nebenwirkungen von Arzneimitteln in Kauf.
- Sie wollen in ihrer letzten Zeit nochmals einiges erleben und Erinnerungen mit ihren Angehörigen schaffen.
- Sie wollen sich vor allem von ihrem Zustand ablenken und ihn vergessen.
- Sie wollen alles über ihre Krankheit wissen und von keinen Details verschont bleiben.
Hauspflegeservice.ch kann mit den individuellen Wünschen von Palliativpatienten umgehen. Wir vom Hauspflegeservice.ch sind Sie in der Lage, die ganzheitliche Unterstützung am besten zu geben und die Sterbenden sowie ihre Angehörigenauf dem letzten Weg zu begleiten.
Egal, in welcher Phase sich jedoch der Palliativpatient befindet oder welche Anforderungen an die Pflege er hat: Der Sterbende hat unterschiedliche Optionen, wie er die Palliativversorgung wahrnehmen möchte.
Wir vom Hauspflegeservice.ch betreuen auch in schwierigen Situationen
Das System des Hauspflegeservices ermöglicht es Menschen ihre letzte Lebensphase, unabhängig von der Art der Erkrankung und den notwendigen therapeutischen Anforderungen, im vertrauten Umfeld zu Hause zu verbringen.
Unsere Family Nurse unterstützen und koordinieren bei der Integration der dazu notwendigen Experten. Die Pflegesicherheit wird durch eine intensive Zusammenarbeit mit der lokalen Spitex, dem Hausarzt und den eigenen Seniopair® gewährleistet.




