Wertschätzung - bei Alzheimererkrankung

Verschiedenste Studien belegen seit Jahren, dass die Belastung durch praktische Betreuungsaufgaben mit zunehmender Schwere der Erkrankung stark zunimmt und auch krankheitsbedingte Verhaltensänderungen und Beziehungsverlust wiegen von Anfang an schwer. Subjektiv fühlen sich Frauen wegen persönlicher Einschränkungen durch die Pflege sowie mangelnde soziale Anerkennung noch mehr belastet als Männer.

Pflegende Kinder, der an Demenz Erkrankten fühlten sich etwas weniger belastet als Lebenspartner. Das könnte darauf hindeuten, dass in Partnerschaften der Rollenwechsel oft schwierig zu bewältigen ist. Was also kann die Lage entspannen? Wertschätzung.

Wertschätzung bezeichnet die positive Bewertung eines anderen Menschen. Sie gründet auf eine innere allgemeine Haltung anderen gegenüber. Wertschätzung betrifft einen Menschen als Ganzes, sein Wesen. Sie ist eigentlich unabhängig von Taten oder Leistung, auch wenn diese die Wertschätzung beeinflussen. Voraussetzung für gute Kommunikation ist es, dass die Pflegenden diese Haltung der Wertschätzung sowohl sich selber als auch dem zu Pflegenden gegenüber haben. Das heißt, als Pflegender muss man die eigene Belastbarkeit wahrnehmen, kennen und auch im richtigen Moment Verantwortung weitergeben.

Die Sicherstellung von angemessenen Atempausen für die Angehörigen garantiert eine für alle Beteiligten entspannte Betreuungsatmosphäre. 

Wir vom Hauspflegeservice sind darauf spezialisiert stark beanspruchten Pflegenden und Familien in schwierigen Situationen beizustehen und Alternativen bei der Pflege Ihrer erkrankten Angehörigen zu bieten: Die 10 Grundsätze der Validation im Umgang mit an Demenz Erkrankten:

  1. Alle Menschen sind einzigartig und müssen als Individuen behandelt werden.
  2. Alle Menschen sind wertvoll, ganz gleichgültig in welchem Ausmass sie verwirrt sind.
  3. Es gibt einen Grund für das Verhalten von verwirrten, sehr alten Menschen.
  4. Verhalten im sehr hohen Alter ist nicht nur eine Folge anatomischer Veränderungen des Gehirns, sondern das Ergebnis einer Kombination von körperlichen, sozialen und psychischen Veränderungen, die im Laufe eines Lebens stattgefunden haben.
  5. Sehr alte Menschen kann man nicht dazu zwingen, ihr Verhalten zu ändern. Ein Mensch ändert sein Verhalten nur, wenn er es will.
  6. Sehr alte Menschen muss man akzeptieren, ohne sie zu beurteilen.
  7. Zu jedem Lebensabschnitt gehören bestimmte Aufgaben. Wenn man diese Aufgaben nicht im jeweiligen Lebensabschnitt schafft, kann das zu psychischen Problemen führen.
  8. Wenn das Kurzzeitgedächtnis nachlässt, versuchen ältere Erwachsene ihr Leben wieder in ein Gleichgewicht zu bringen, indem sie auf frühere Erinnerungen zurückgreifen. Wenn die Sehstärke nachlässt, sehen sie mit dem „inneren Auge". Wenn ihr Gehör immer mehr nachlässt, hören sie Klänge aus der Vergangenheit.
  9. Schmerzliche Gefühle, die ausgedrückt, anerkannt und von einer vertrauten Pflegeperson validiert werden, werden schwächer. Schmerzliche Gefühle, die man ignoriert und unterdrückt, werden stärker.
  10. Einfühlung/Mitgefühl führt zu Vertrauen, verringert Angstzustände und stellt die Würde wieder her.

Die Kompetenz und Erfahrung in Alzheimerbetreuung dankt unsere Kundschaft mit einer hohen Zufriedenheit. Nach der fundierten Abklärung durch die Family Nurse, bieten wir mit unseren, in Demenzbetreuung geschulten Seniopair®, die situativ angepasste Betreuung und Pflege.  

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